
Gute Luft für Pferdeställe II
Auch die Einstreu hat eine hohe Bedeutung für die Luftqualität in Pferdeställen.
Dabei ist es wichtig nicht zu häufig auszumisten! Die Universität Göttingen machte eine Untersuchung, wie sich Einstreu mit Staub auf die Stallluft auswirken. Hier einige Ergebnisse:
Stroh beispielsweise hat den höchsten Gehalt an Gesamtkeimen. Dabei spielen Wetterbedingungen, Ernte und Lagerung eine große Rolle. Bei der Stroh-einstreu ist der Staubpartikelanteil in der Luft am höchsten. Da jedoch bei der Gruppenhaltung im Gegensatz zur Boxenhaltung die Luftbewegung höher ist, ist auch in diesem Fall der Stroh-Einstreu die Stallluft besser. Nutzt man Weizenstroh als Mistmatratze mit großzügigem Einstreuen, sind die Ammoniakwerte gering.
Bei der Nutzung von Strohpellets sind innerhalb beider Haltungsformen die Staubbelastung und der Ammoniakwert am geringsten. Bei täglichem Einstreuen von Holzspänen, war nach sieben Wochen der Ammoniakgehalt am geringsten – die Staubbelastung lag zwischen Stroh und Strohpellets. Überrascht dürften viele von den Ergebnissen der Mistmatratze sein. Die Matratzenhaltung hängt zunächst von mehreren Faktoren ab: Der Stall an sich, die Jahreszeit, die bauliche Luftsituation, sowie der Untergrund. Auch das individuelle Verhalten der Tiere und deren Haltung. Eine zweiwöchige Mistmatratze hat keinen negativen Einfluss auf die Ammoniakkonzentration im Stall. Sie bringt im Gegenteil sogar Vorteile für die Staubpartikel und die Schadgase. Selbst nach sechs Wochen gab es keine ansteigenden Werte. Wichtig ist jedoch tägliches und gründliches Nachstreuen und kein tiefes Graben in die Matratze. Allerdings während und vier Stunden nach dem Misten gibt es erhöhte Schadgaswerte – die Pferde sollten in dieser Zeit nicht im Stall sein. Alles in Allem bedeutet eine Mistmatratze also positive Werte und eine Arbeitserleichterung.
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