
Pferde benötigen Pflege
Es ist doch erstaunlich, wie viel Pflege unsere Tiere brauchen. Man fragt sich unwillkürlich, wie sie ohne all diese Maßnahmen wie Impfungen, Entwurmungen und Co. in der Natur damals gelebt haben.
Viele „frische“ Pferdehalter denken, dass Wurmkuren und Impfungen nur in die Welt der Katzen und Hunde gehören, und ein Pferd damit nichts zu tun hat – ein Irrtum! Regelmäßige Entwurmungen und Impfungen sind zur Erhaltung der Gesundheit eines Pferdes genauso erforderlich.
Wurmkur: alle Pferde werden von Natur aus von Würmern befallen. Sollte der Wurmbefall jedoch zu stark sein, kann er schwerwiegende Folgen haben, wie z.B. die Beschädigung innerer Organe, oder sogar zum Tod führen.
Pferde sollten bereits als Fohlen ab dem Alter von sechs Wochen mindestens alle 6 bis 8 Wochen entwurmt werden (alle erwachsene Pferde sollten mindestens 4 mal pro Jahr entwurmt werden, Fohlen und Jungpferde häufiger). Da es verschiedene Wurmkuren gegen unterschiedliche Arten von Würmern gibt, sollte man ein Entwurmungsprogramm anwenden, das alle Wurmarten effektiv bekämpft.
Wichtig!: Wurmbefall kann man in der Regel nicht sehen. Sieht man Würmer im Kot, Abmagerung oder Durchfall beim Pferd, ist es oft zu spät. Man darf es niemals soweit kommen lassen!
Impfungen: Es ist notwendig, das Pferd regelmäßig gegen Tetanus und Pferdegrippe impfen zu lassen. Häufig sind beide Impfstoffe in einer Injektion enthalten.
Zähne: Pferde sind eines der wenigen Nutztiere, die am häufigsten einen (Pferde-)Zahnarzt besuchen. Der Grund: der Oberkiefer des Pferdes ist breiter als dessen Unterkiefer. Beim Kauen nutzen sich die Zähne des Pferdes ab, und aufgrund der unterschiedlichen Kiefergrößen bilden sich an den Backenzähnen im Unterkiefer häufig scharfe Kanten. Man sollte alle 6 Monate einen Termin mit einem Pferdezahnarzt oder einem Zahnarzt vereinbaren, um die Zähne des Pferdes gerade raspeln zu lassen.
Selbstverständlich kann nur ein Tierarzt über die richtigen Medikamenten und Behandlungsmethoden für jedes einzelnes Pferd entscheiden.
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