Pferdegedicht


Auch ein Pferd hat ein Recht

Wo wäre der Mensch den geblieben

hätte er nicht zum Freunde das Pferd

Es hilft dir schon tausend Jahre

kennst überhaupt seinen Wert?

Es trug dich geduldig durch Berge,

zog den Wagen und pflügte das Tal,

im Krieg half es mutig dir siegen,

wie oft litt es Schmerz und Qual?

Auch ein Pferd hat ein Recht,

wenn es müde ist,

auf Rast und Ruhe, wie du,

drum dank ihm die Treue

lass ihm die paar Jahre,

zeig ein Herz,

denn sie stehen ihm zu.

Doch wehe, wenn krank es geworden

weil der Mensch oft die Grenzen nicht kennt,

dann wird es verkauft und verlassen,

das Pferd, das er Freund so oft nennt.

Dann steht es zusammengetrieben,

verlassen in Markthalle 8

sucht vergebens sein neues Zuhause

und wird dann zur Schlachtbank gebracht.

Mit Angst in den so treuen Augen,

beim letzten Weg voller Qual,

blickt suchend nach dir in der Runde

und wiehert dir zu ein letztes Mal.

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