
Ursachen für Magen-Darm-Probleme bei Pferden
Eine Schlundverstopfung wird durch hastiges Fressen, Presspellets, Rübenschnitzel, Sägespäne, Medikamentenkapseln oder mangelndes Kauen ausgelöst.
Oft wird auch nach einer Narkose zu früh gefüttert.
Eine Gastritis beginnt oft mit einer Dünndarm- Fehlfunktion, bei der Galle in den Magen gelangt, oder einer Schwermetallvergiftung (z. B. durch Medikamente, die von der Haut abgeleckt werden).
Die dauerhafte Gabe von verdorbenem Futter lässt eine Gastritis chronisch werden, ebenso Sandanteile im Futter oder flüchtige Fettsäuren, die sich während akuter Magenüberladung bei kohlehydratreichem Futter bilden.
Auch Koppen schadet dem Magen. Bei einer Magenerweiterung nimmt das Pferd zu große Futtermengen, rasch quellende oder gärende Futtermittel (Rübenschnitzel, Obst) auf. Magengeschwüre dagegen wachsen durch falsches Futter und Stress.
Eine Darmentzündung wird durch Diätfehler (z. B. zu wenig getrockneter Hafer und Heu, zu viel Weizen, Roggen, Gerste, Mais oder Rüben, ungetrocknetes Brot, Kartoffeln, Klee oder Kleie) gefördert.
Unregelmäßige Fütterungszeiten, rasches Abfüttern während kurzer Arbeitspausen, übermäßige Arbeit oder Stress durch Transporte können ebenfalls schädlich für den Darm sein.
Das Gleiche gilt für Vergiftungen (verdorbenes Futter, Pilze, Giftpflanzen, Schwermetalle, Kochsalz, Erdölprodukte, darmreizende Medikamente).
Die Ursache für Harnsteinbildung ist unklar, Forscher vermuten Stoffwechsel- oder Harnstörungen. Kreuzverschlag entsteht durch hohe Beanspruchung des Körpers bei Überfütterung.
Wenn übermäßige Anstrengung dazukommt, bildet sich Milchsäure, die Krämpfe auslöst. Freigesetzte Eiweißkörper verstopfen die Niere und sorgen für blutigen Urin.
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