
Zuckerrüben
Zuckerrübenschnitzel oder Rübenschnitzel sind ein schon lange bekanntes Pferdefutter, das den Tieren viel Energie liefert und sie so zunehmen lässt. Diese Futter, das auch als Melasse Schnitzel bekannt ist, besteht aus klein gehäckselten Zuckerrüben, die getrocknet wurden. Es gibt die Rübenschnitzel lose oder in Pellets gepresst.
Da die Rübenschnitzel getrocknet sind, müssen Sie sie vor dem verfüttern unbedingt ein paar Stunden lang mit ungefähr der fünffachen Menge an Wasser einweichen.
Da liegt aber genau der Haken bei diesem Futter. Sind die Rübenschnitzel nicht lang genug oder mit zu wenig Wasser eingeweicht worden, quellen sie beim fressen noch in der Speiseröhre des Pferdes weiter auf und es droht eine Schlundverstopfung. Als Faustregel gilt: Mindestens 6 Stunden lang einweichen, bei Pellets mindestens 8 Stunden lang. Am Ende der Einweichzeit sollte immer noch Wasser im Eimer sein. Es dürfen auch keine harten Brocken von den Pellets mehr übrig sein.
Die Rübenschnitzel sollten aber auch nicht zu lang eingeweicht werden, da sie sonst anfangen zu gären, was zu Koliken führen kann. Also die eingeweichten Rübenschnitzel nicht länger als 24 Stunden stehen lassen und sofort entsorgen, falls sie angegoren riechen.
Im Winter ist wichtig, dass die eingeweichten Schnitzel nicht einfrieren, da sich die Schnitzel dann nicht mehr mit Wasser vollsaugen können. Der Effekt ist dann derselbe wie bei schlecht eingeweichten Rübenschnitzeln.
Da es also viel zu beachten gibt, sind Rübenschnitzel ein kompliziertes Futter. Viele Pferde fressen sie aber sehr gerne, da die Schnitzel süßlich schmecken. Die Rübenschnitzel sind im eingeweichten Zustand weich und eignen sich daher auch für alte Pferde und Pferde mit Zahnproblemen. Außerdem sind sie durch Ihren hohen Energiegehalt gut für zu magere Pferde, schlechte Futterverwerter und Pferde nach einer schweren Krankheit geeignet.
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