
Anweiden ist ein wichtiges Thema!
Es empfiehlt sich, das Pferd anfangs nur wenige Minuten an der Hand grasen zu lassen. Je vorsichtiger, desto besser – 10 Minuten reichen für die ersten Tage aus. Dann gilt es die Zeit langsam zu steigern, wobei Kontinuität sehr wichtig ist. Das heißt: Das kontrollierte Grasen an der Hand sollte möglichst wirklich täglich erfolgen und sehr langsam aber stetig aufgebaut werden. Die Fresszeit an der Hand wird so ganz allmählich erhöht.
Ideal für die nächste Stufe ist es, wenn man die Möglichkeit hat, das Pferd auf eine kleine Weide, oder zum Beispiel einem Treibgang vor den Weiden (sofern ein sicher eingezäunter Treibgang vorhanden ist) frei grasen zu lassen. Eine kleinere Fläche erleichtert das “Einfangen”, denn die Pferde trennen sich nur ungern wieder vom frischen Gras. Um das Einfangen nach Ablauf der Zeit zu erleichtern, empfiehlt es sich auch das Halfter drauf zu lassen. Allerdings muss man bei einer sehr kleinen Weidefläche oder einem Treibgang darauf achten, dass man nicht mehrere Pferde auf einem kleinen Stück zusammen stellt – sonst kommt es schnell zu Streiterein. Entweder (unter Aufsicht) allein, oder mit einem Artgenossen, den das Pferd gut kennt und von dem man weiß, dass sie sich auch auf engem Raum gut vertragen.
Erst wenn man sicher ist, das Pferd jederzeit wieder einfangen zu können, und das Pferd ca. an eine Stunde grasen gewöhnt ist, sollte man den Schritt auf eine größere Weide wagen und dann dort die Weidezeit ganz allmählich in Schritten von 30-60 Minuten weiter steigern.
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