
Wenn Pferde an Sommerekzemen leiden
Pferde, die an Sommerekzemen leiden, sind keine Seltenheit. Aber was sind Sommerekzeme eigentlich?
Das Sommerekzem ist eine allergische Hauterkrankung bei Pferden, Ponys und Eseln. Ausgelöst wird es Fällen durch stechende Kriebelmücken, die mit den ersten warmen Tagen fliegen. Besonders aktiv sind die kleinen Insekten in der Dämmerung und während der Morgenstunden. Sie fallen in kleinen Schwärmen über Säugetiere her. Der Stich ist auch für Menschen unangenehm und kann, bei entsprechender Neigung, starken Juckreiz auslösen. Während einige Pferde auf die Mücken gar nicht reagieren, geraten andere bei den Stichen in Panik.
Durch den Stich kommt das Pferd in Kontakt mit dem Speichel der Kriebelmücke, was den Juckreiz auslöst. Mähnen und Schweifrübe sind hauptsächlich betroffen und so beginnen sich die Pferde massiv an allen Gegenständen zu scheuern. Da der Juckreiz auch durch das anhaltende Kratzen nicht nachlässt, hören die Pferde auch dann nicht auf, wenn sie das Langhaar schon vollständig weggescheuert haben.
Schlimmstenfalls steht das Pferd innerhalb kurzer Zeit ohne Mähne und Schweif da, die Haut ist an den betroffenen Stellen blutig und so kommt es zu weiteren Infektionen, zum Beispiel durch Pilzsporen. Eine Erste-Hilfe-Maßnahme ist das sofortige Aufstallen der betroffenen Pferde. Viele Pferdehalter lassen ihre Tiere vorübergehend nur in der Nacht auf die Weide. Wer die Möglichkeit hat, kann versuchen anderes Weideland zuzupachten.
Je windiger es ist, desto weniger Kriebelmücken gibt es auf den Wiesen. In der Nähe von Wäldern und Bächen ist es dagegen besonders schlimm. Manche Rassen gelten als besonders anfällig. Das gilt zum Beispiel für nordische Pferderassen, vor allem, wenn sie nicht in Deutschland geboren sind. Die Anfälligkeit für das Sommerekzem wird vererbt.
Aus diesem Grund sind auffällige Pferde von der Zucht auszuschließen. Während man früher versucht hat, die Kriebelmücken fernzuhalten, in dem man die betroffenen Stellen dick mit Melkfett eingerieben hat, sind heute unzählige Öle und Lotionen auf dem Markt, die die Haut beruhigen und die Quälgeister fernhalten sollen. Bei leichten Fällen können einzelne Produkte vorübergehend lindernd wirken. In schweren Fällen helfen nur Ekzemerdecken.
Das gilt besonders für die Pferde, die sich nicht nur Mähne und Schweif, sondern auch Brust und Bauch aufkratzen oder aufbeißen. Ekzemerdecken verhüllen fast das gesamte Pferd. Der Bauch ist durch einen Latz verdeckt. Die Decke ist bis zum Kopf mit einer Kapuze verlängert, die bei Bedarf auch Ohren und Gesicht schützt.
Frei bleiben lediglich die Beine und das Maul. In Deutschland hat sich die Ekzemerdecke, die aus robustem, luftdurchlässigem Material besteht und keine Mückenstiche durchlässt, inzwischen als tierfreundlichste Maßnahme durchgesetzt.
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Pferdenarr | am 27. April 2011 um 11:06 Uhr
Seit dem ich beim Ausreiten immer eine Fliegendecke benutzt habe, gab es diese Probleme nicht mehr. Vorher das Netz gut einsprühen und so bekommt der Schatz kein Ekzem mehr. Kann ich nur empfehlen.