Warum und wie muss man ein Pferd putzen?


Wer ein eigenes Pferd hat, verbringt viel Zeit mit der Pflege. Das ist auch richtig so, denn die angenehmen Bürstenmassagen entspannen die Muskeln des Pferdes und regen die Blutzirkulation an. Die meisten Pferde mögen es, gestriegelt zu werden, deshalb ist ein aufwendiges Pflegeprogramm zeitgleich auch immer positiv für die Beziehung zwischen Reiter und Pferd. Abgesehen davon, bekommt man als Reiter oder Pferdebesitzer einen guten Überblick über den Fellzustand des Tieres, so dass man eventuell aufkeimende Krankheiten oft bereits in ihren Anfängen an dem Fell oder der unterliegenden Haut erkennen kann.

Die tägliche Pflege eines Pferdes sollte mindestens ein oberflächliches Striegeln unterhalb der Liegefläche des Sattels beinhalten. Dort ist der grobe Schmutz zu entfernen. Gerade bei Weide- und Wiesenpferden sollte man auf eine tägliche aufwendige Putzprozedur verzichten, da man damit die natürliche Fett- und Staubschicht, die die Pferdehaut schützt, zerstört. Die Mähne und der Schweif sind eher empfindlich und mit einem zu häufigen Bürsten reißt man dem Pferd zu viele Haare aus. Die Folge davon, ist eine viel zu dünne Mähne und ein zu dünner Schweif. Es reicht vollkommen, wenn die Mähne und der Schweif nur alle paar Tage gebürstet werden. Anders jedoch bei den Hufen. Diese sollten möglichst täglich, einmal vor dem Reiten und noch einmal nach dem Reiten, gründlich mit einem Hufkratzer ausgekratzt und gesäubert werden. Ab und zu sollte man seinem Pferd einen Großputz gönnen. Dieses bietet sich gerade an vor Turnieren oder speziellen Tagen, an denen das Pferd besonders schick aussehen soll. Zu solchen Anlässen kann man das Fell besonders gründlich striegeln. Erst wird der grobe Schmutz mit einem Striegel entfernt und dann mit der Wurzelbürste raus gekämmt. Den Feinschliff bieten zu guter Letzt die Kardätsche und ein sauberes Tuch, mit dem das Fell abgerieben wird. Wer möchte, kann das Fell sogar waschen. Auch eine Schweifwäsche bietet sich von Zeit zu Zeit an und sorgt für weiches, glänzendes Haar. Die Hufe können poliert und eventuell mit etwas Öl eingerieben werden. Auf Turnieren wird die Mähne der Pferde gerne geflechtet und lässt das Pferd so ganz besonders edel erscheinen.

Beim Putzen sollte man generell immer berücksichtigen, dass das Pferd empfindliche sowie weniger empfindliche Körperpartien hat. Dementsprechend muss man den Druck der Bürste anpassen. Muskelgewebe ist zum Beispiel nicht so empfindlich wie der Bauch und Rückenbereich. Hier sollte man einfach auf den gesunden Menschenverstand hören und die auf die Reaktionen des Pferdes achten.

 

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