
Phar Lap – das schnellste Pferd der Welt
Phar Lap, auch “das australische Wunderpferd” genannt, wurde am 4. Oktober 1926 in Neuseeland geboren und spielte während seiner langen und erfolgreichen Rennkarriere eine bedeutende Rolle in der australischen Pferderennszene. Vater von Phar Lap war Night Raid aus Großbritannien (geb. 1918) und Mutter Entreaty aus Neuseeland (geb. 1920).

Phar Lap (c) Charles Daniel Pratt, 1893-1968
Sein Name bedeutet auf Thailändisch “Blitz”. Obwohl das Pferd bereits seit mehr als 70 Jahren gestorben ist, wird es in Australien noch immer abgöttisch verehrt. Sein Besitzer, der ihn von Anfang an als Rennpferd einsetzen wollte, gab dieses Vorhaben schnell wieder auf, da Phar Lap viel zu groß und viel zu schwer für ein Rennpferd war. So gelang der Hengst an 3 Männern, die sein Leben bestimmen sollten: der Pferdetrainer Harry Telford, den Jockey Jim Pike und vor allem den Stallburschen Tommy Woodcock, zu dem er ein sehr enges Verhältnis aufbaute. Gemeinsam trainierten sie Phar Lap und glaubten unbeirrt an sein Potential als Rennpferd. Und ihre Hartnäckigkeit zahlte sich aus.
Sein letztes Rennen bestritt Phar Lap am 20. März 1932 in Mexico. Obwohl ihm die lange Überfahrt, die fremde Umgebung und die Tatsache, der er im Gegensatz zu den einheimischen Pferden bereits sein Winterfell angelegt hatte – und das unter der glühenden Sonne Mexicos – gewann er das Rennen mit zwei Längen Vorsprung. Nur wenige Zeit nach diesem Rennen wurde das Tier krank und starb am 5. April 1932 in Kalifornien in den Armen seines menschlichen Freundes Tommy Woodcock.
Noch heute kann man Zeuge ein alljährlich stattfindenden Zeremonie werden: Jedes Jahr, zu Beginn der neuen Rennsaison gehen die Jockeys ins Melbourne Museum. Dort ist in einem kleinem Separee der riesige Körper Phar Laps ausgestellt. Jeder Jockey fasst Phar Lap mit einer Hand an und verharrt ein paar Sekunden – in der Hoffnung, dass ein kleines bisschen vom Triumph des Tieres auf sein Pferd überspringt.
Kommentar schreiben
mjvb | am 25. August 2011 um 17:16 Uhr
ich finde, dass dieses pferd wirklich ein besonderes war und auch immer bleiben wird…ich liebe das buch über phar lap…und muss jedes mal an dieses besonderes pferd denken, wenn ich auf einem tunier bin, denn rennen/tuniere werden nicht nur mit den beinen sondern auch mit dem herzen gewonnen;)
nur schade das man erst jetzt herausgefunden hat an was er gestorben ist(arsenvergiftung)und das der schuldige sehr wahrscheinlich nicht mehr ausgemacht werden kann und auch der trainer, der von diesem pferd immer mehr verlangt hat!!
lg mjvb

Diese Artikel könnten Sie auch interesssieren
Teresa Krüger – Equestrian Sport Erlangen
2003 hatte ich meinen ersten Reitunterricht bei Eberhard Weiß. Ein international tätiger Reitlehrer, ehemaliger Reitschüler von E.v Neindorff. Er bildet pferdegerecht aus und gibt Reiter und Pferd ...
HEILSAMES mit PFERDEN Trainings- und Seminareinheiten zur Persönlichkeitsentwicklung
Pferde sind Vorbilder der Lebenskraft Durch ihr Verhalten uns gegenüber können wir uns erkennen. Sie zeigen uns was ich ändern oder verbessern muss....
Buck – der wahre Pferdeflüsterer – demnächst im Kino
Mehr als ein Jahr begleitete die Filmemacherin Cindy Meehl den ‚natural horseman’ Buck Brannaman quer durch die USA und Europa. Entstanden ist dabei ein naturgewaltiger Film und das sensible Portr...
Nina Herr – Fotografie aus Leidenschaft
Die Verbindung von Mensch und Tier war schon immer eine ganz besondere. Jeder, der einmal mit Tieren zu tun hatte, wird sie nicht mehr loslassen wollen. Jede Beziehung erzählt eine ganz andere Geschi...













Nico welp | am 29. Juli 2011 um 10:49 Uhr
dieses Pferd wurde wie jedes andere Rennpferd dieser Welt gedemütigt, gezüchtigt, verheizt, gehetzt, gedrillt, geschunden und starb in einem Alter, in dem andere Pferde erst erwachsen werden…wenn ich hier richtig rechne wurde er danke seiner “menschlichen Freunde” nur 6 Jahre alt. Phar Lap hatte “menschliche Freunde” ? Phar Lap war ein Opfer menschlicher Gier nach Ruhm, Macht und Erfolg. Ein Opfer!
Es wäre eine Überlegung wert, derartige Tierschinderei auch beim Namen zu nennen, anstatt Platz für Legenden zu machen…die schwärzer nicht sein könnten.