Schwimmen – angeborene Fähigkeit des Pferdes


Alle Pferde können von Natur aus schwimmen. Genau wie beim Menschen, gibt es jedoch Tiere, die gerne ins Wasser gehen und solche, die sich davor fürchten oder versuchen dies zu vermeiden. Um ein Pferd an Wasser zu gewöhnen oder einfach zu testen, wie es darauf reagiert, sollte man das Tier vorab bereits mit Wasser in Kontakt kommen lassen. Dabei sollte man behutsam vorgehen, um das Pferd nicht zu erschrecken. Am Anfang bietet es sich an, die Hufe und das Fell regelmäßig mit einem feuchten Tuch aus einem Wassereimer zu reinigen. Dann kann man dazu übergehen, die Hufe vorsichtig mit einem Wasserschlauch abzuspritzen. So gewöhnt man das Pferd nach und nach an Wasser und es wird seine Scheu langsam verlieren. Wenn das Pferd sich schließlich von seinem Besitzer komplett mit dem Wasserschlauch abspritzen lässt, ist man schon ein gutes Stück vorwärts gekommen. Weiterhin bietet es sich an, nach Regenschauern durch Pfützen zu reiten oder durch flache Gewässer. Dies alles natürlich nur, wenn das Pferd es auch tatsächlich will. Sollte es Angst haben und sich weigern, ist es noch nicht so weit. In diesem Fall, sollte es auch nicht gezwungen werden. Das verstärkt nur die Angst und den Wiederwillen vor dem nassen Element und der Reiter erreicht damit das Gegenteil von dem was er eigentlich wollte.

Um dem Tier die Angst ein bisschen zu nehmen, bietet es sich an, mit mehreren Pferden auszureiten. Hier kommt der Herdentrieb der Pferde durch und  wenn das wasserscheue Pferd sieht, dass die anderen Pferde problemlos und ohne Angst ins Wasser laufen, wird es dazu verleitet, es ihnen nachzumachen. Ob dies tatsächlich passiert, hängt vom Pferd allein ab. Wenn es zögert, kann man beruhigend auf das Pferd einreden und eventuell probieren, es gemeinsam mit einem anderen Pferd ins Wasser gehen zu lassen. Da Pferde Herdentiere sind und sich in Gesellschaft von anderen Pferden am wohlsten fühlen, wird es vermutlich den anderen Tieren hinterhergehen.

Beim Schwimmen sollte man vorab den Sattel und das Zaumzeug ablegen. Idealerweise hat das Pferd im Wasser nur ein Halfter mit einer kurzen Leine um, an dem man es festhalten kann. Man kann selber entweder nebenher schwimmen, jedoch mit ein wenig Abstand zum Pferd, um mögliche Verletzungen durch Hufe zu vermeiden. Oder man setzt sich auf das Pferd. Dies bietet sich allerdings eher bei erfahrenen Pferden an. Pferde die das erste Mal im Wasser sind, sollten nicht mit der zusätzlichen Last eines Reiters behelligt werden.

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