
Benimmregeln beim Ausreiten
Leider gibt es immer wieder Reiter, die durch rüpelhaftes Auftreten negativ auffallen und somit einen schlechten Ruf für alle anderen Reiter nach sich ziehen. Gerade daher sind einige Verhaltensregeln beim Reiten im Gelände das A und O.
Als Reiter in der freien Natur hat man zwangsläufig Kontakt zu anderen Menschen und anderen Fortbewegungsmitteln, was einen dazu zwingt, Rücksicht zu nehmen und sich besonders umsichtig zu verhalten. Zum einen natürlich, um Unfälle vorzubeugen, zum anderen um niemanden zu verärgern oder zu provozieren.
Was also sollte man dringend beachten beim Ausritt im freien Gelände? In der unmittelbaren Nähe von Fußgängern ist es nicht unbedingt passend, im Galopp direkt an diesen vorbeizupreschen – das erschreckt die Fußgänger und ist somit tabu. Hier gilt es, Schrittgeschwindigkeit einzuhalten. Das gleiche gilt natürlich auch für Radfahrer!
Wenn es an unübersichtliche Wegabschnitte geht, sollte man ebenfalls das Tempo zügeln, es könnte sich immerhin jemand auf der Wegmitte befinden, mit dem man nicht gerechnet hat. Also gilt: Je weniger man sieht, desto langsamer ist das Tempo zu wählen. Auch wenn man ganz alleine unterwegs ist: ein verbotener Weg ist nicht erlaubt und das ist zu respektieren.
Ebenso tabu sind bestellte Äcker oder private Wiesen und Grundstücke. Lärm ist natürlich grundsätzlich zu vermeiden, lautstarkes Schreien oder Schnattern in der Nähe von Passanten oder Häusern sollte man ebenfalls unterlassen.
Wer über eine asphaltierte Straße reiten muss, auf der auch Autos unterwegs sind, reitet am rechten Rand entlang und möglichst, wenn man zu mehreren ist, hintereinander und nicht etwa nebeneinander und natürlich immer im Schritt.
Im Prinzip gelten sogar für Reiter und Pferde dieselben Regeln wie für andere Verkehrsteilnehmer auch. Wenn Du das Pferd irgendwo hinstellst, darf es den Verkehr in keiner Weise behindern und wer in einen Unfall verwickelt wird, muss zum einen helfen, zum anderen an Ort und Stelle verbleiben, bis die Polizei eintrifft.
Das Reiten auf Fahrradwegen ist in den meisten Städten verboten. Wer die entgegenkommenden Spaziergänger oder Fahrradfahrer grüßt, zeigt zudem Höflichkeit.
Eines allerdings ist ganz besonders wichtig bei Ausreiten im freien Gelände: raus solltest du erst, wenn du dein Pferd wirklich gut unter Kontrolle hast. Sonst wäre ein Ausritt ohnehin viel zu gefährlich. Die ersten Male sollte man sich daher unbedingt einer Gruppe anschließen und zu mehreren am Ausritt teilnehmen.
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Julia | am 14. November 2011 um 14:12 Uhr
Den Beitrag find ich rundum Klasse!
Leider halten sich da nur wenige dran.
Da ich selber eigentlich reiner Geländereiter bin und vorallem auch in der kalten Jahreszeit wieder öfter im Dorf unterwegs bin gehören die Verkehrsregeln zum Guten Ton. Doch wie man so schön sagt muss man immer mit Dummheit der Anderen rechnen.
Was ich mit Pferd schon im Verkehr erlebt habe ist manchmal nicht zu glauben!
Vorallem wenn es ums Kutsche fahren geht!
Bei uns gilt auf jeden Fall IMMER AUF DER STRASSE.
Denn auch ich bin als Fußgänger kein Freund von Pferdeäpfeln auf den Bürgersteig!
Auch wir stellen uns an Ampeln an und nehmen nicht aus Bequemlichkeit die Fußgängerampel oder den Radweg.
Selbst wenn wir mal unterwegs im Dorf auf der Straße was “verlieren” fahr ich später hin und mach die Äpfel weg!
Das gehört einfach dazu!
Vorallem in Wohngebieten.
Und bisher waren die Leute immer angenehm überrascht!
Im Feld nehmen wir die Wege und lassen Wiesen und Felder links liegen.
Nur wenn die Frucht abgefahren ist…dann sind wir nicht zu bremsen und genießen einen gestreckten Galopp über den Stoppelacker!
Kritisch wird es nur in der Erntezeit…wo soll man hin wenn einem ein Mähdrescher entgegen kommt und nur Platz auf dem bestellten Feld ist?
Da nimmt man dann lieber mal nen Rüffel in Kauf als geplättet zu werden.
Meistens is der Weg ja eh nicht so weit