Pferde erinnern sich 100 mal länger an eine Strafe als an ein Lob


Was heißt das aber nun im Klartext wenn´s um Lob und Tadel geht?

Bei der Erziehung des Pferdes musst Du immer bedenken, dass es alle Dinge, die es von sich aus tut, nicht macht, um dem Menschen zu gefallen, sondern weil es sich in erster Linie selber damit einen Gefallen tut. Wenn es etwas „für uns“ macht, dann nur um dafür ein Lob zu kassieren, am besten natürlich in Form eines Leckerlies. Pferde mögen es, gelobt zu werden und können sich daran auch ganz gut erinnern.

 

aboutpixel.de  Glück ist Freiheit © Heidrun Schindler

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Wenn man es allerdings für etwas straft, was nicht in unserem Sinne war – also zum Beispiel, weil es ein Hindernis verweigert hat oder sich nicht anbinden lassen will, wird es sich sehr lange an diese Strafe erinnern können und diese Strafe führt dazu, dass es unmotiviert wird und vielleicht sogar blockiert. Das Denkmuster eines Pferdes ist nun mal gänzlich anders als das des Menschen. Es verweigert das Hindernis vermutlich nicht, um uns zu ärgern, sondern weil es schlichtweg eine Gefahr darin sieht.Immerhin haben Pferde ja auch einen natürlichen Instinkt, der sie davon abhält, manche Dinge zu tun.

 

Was lernen wir daraus? Wenn ein Pferd in unseren Augen etwas falsch gemacht hat, liegt das tatsächlich möglicherweise an und und unserem Denken – und eben nicht an dem Tier. Will heißen: ein Lob bringt Motivation, eine Strafe bringt einen Rückschlag. Also bitte wirklich nur dann Sanktionen verteilen, wenn es sich nicht vermeiden lässt und es unabdingbar ist – schon klar, der Mensch ist der „Chef“ und nicht das Pferd. Aber, wie so oft in der Erziehung: mit Lob erreicht man meistens mehr.

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