
Was muss bei einer Reitbeteiligung beachtet werden?
„Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ – so lautet eine berühmte Aussage, welche vor allem Pferdeliebhaber und Solche, die es werden wollen, mit voller Überzeugung bestätigen können.
Anders als noch zur Zeit unserer Ur-Urgroßväter ist es nicht mehr allgemein gebräuchlich, dass man sich ein Pferd hält. Während es vor vielen Jahren noch eine Arbeitserleichterung est z. B. um auf dem Feld einen Pflug zu ziehen, ist ein Pferd heute ein treuer Begleiter in der Freizeit, das neben einem relativ hohen Anschaffungspreis auch regelmäßige Kosten für Tierarzt, Futter etc. verursacht. Für Viele kann sich daher der Wunsch nach einem eigenen Pferd sehr weit nach hinten schieben. Gerade für solche Zwecke wurden mit der Zeit sogenannte Reitbeteiligungen eingeführt, wodurch man dann relativ günstig und vor allem schnell ein Gefühl von einem eigenen Pferd hat.
Was ist eine Reitbeteiligung?
Wie im vorherigen Absatz bereits angedeutet, bedeutet eine Reitbeteiligung im weitesten Sinne, dass man in etwa ein eigenes Pferd hat, das allerdings einem Anderen gehört. Mit einer Reitbeteiligung „mietet“ man sich quasi das Recht, das Pferd zu reiten. Je nachdem wie der Vertrag aussieht, kann die Häufigkeit der Tage, an denen man reiten kann, variieren. Normalerweise sind es meist zwischen 3 und 5 Tage. Für einen selbst bedeutet dies, das man zwar mit einer Reitbeteiligung die Möglichkeit hat, zu reiten, man jedoch auf einem fremden Pferd sitzt.
Warum sind Reitbeteiligungen wichtig und wieso wird das gemacht?
Bei Pferden ist es wichtig, dass diese sich regelmäßig bewegen. Steht ein Pferd eine Weile, kann es neben Verhaltensstörungen auch Probleme mit Gelenken und dem Bewegungsapparat bekommen. Um dies zu vermeiden ist es wichtig dass das Pferd regelmäßig in den Round-Pen, auf die Weide oder auf einem Ausritt geritten wird. Häufig unterschätzen Viele den enormen Zeitaufwand, den eine Pferdehaltung mit sich bringt. Damit das Tier dann noch die Zeit bekommt, die es verdient und auch benötigt, greifen viele auf die Möglichkeit der Reitbeteiligung zurück und bieten jene Reitbeteiligungen auf Kleinanzeigenmärkten an. Die Preise liegen hier meist zwischen 70 und 150 Euro pro Monat. Günstigere und teurere Reitbeteiligungen findet man natürlich auch.
Was muss ich bei einer Reitbeteiligung beachten?
Was bei einer Reitbeteiligung immer an erster Stelle steht, ist, dass man in den meisten Fällen bereits Erfahrung im Umgang mit Pferden haben sollte. Kein Pferdebesitzer möchte seinen Liebling in Händen unerfahrener Reiter wissen. Dies geschieht nicht aus Misstrauen, sondern aus Angst dass dem Tier etwas passieren könnte. Auch der Reiter sollte sich nicht beim kleinsten Buckeln verletzen. Ebenso sollte man sich auch mit dem Tier beschäftigen und nicht nur „reiten“. Es ist wichtig eine Beziehung zu dem Tier aufzubauen, um die Ausflüge noch mehr zu genießen.
Was bei einer Reitbeteiligung nicht außer Acht gelassen werden darf ist natürlich, dass das Tier ebenso versorgt werden muss. So können je nach Vertrag der Reitbeteiligung Fellpflege, Ausmisten oder Hufe säubern fester Bestandteile des Abkommens sein. Diese Aufgaben sollten sehr gewissenhaft erledigt werden, denn ist das Pferd erst einmal krank, sind die Folgekosten beim Tierarzt in der Regel höher als bei einem „normalen“ Haustier. In der vereinbarten Reitbeteiligung können aber auch andere Dinge festgehalten werden wie beispielsweise feste Reitzeiten.
Ist eine Reitbeteiligung etwas für mich?
Ob man sich jetzt ein eigenes Pferd kauft oder auf eine Reitbeteiligung ausweicht – das muss jeder für sich selbst entscheiden. Entscheidet man sich für ein eigenes Pferd muss man mit wesentlich höheren Kosten im Unterhalt rechnen wie bei einer Reitbeteiligung:
- Kosten für Tierarzt
- Kosten für Zubehör wie Halfter, Trense, Satteldecke, Schabracke etc.
- Eine Pferdebox oder einen Offenstall
- Halle / Außenplatz
Entscheidet man sich für eine Reitbeteiligung muss man meist mit Kompromissen leben:
- Wie oft und wann kann ich reiten?
- Welche Pflichten habe ich?
- Verstehe ich mich mit dem Besitzer gut?
- Komme ich mit dem Pferd zurecht?
- Was ist wenn der Besitzer umzieht?
Dies soll nur eine kurze Liste mit Dingen sein, die man sich bei einer Pferdehaltung vor Augen halten sollte. Eine Reitbeteiligung ist für den Anfang bestimmt eine gute Idee und auch sehr zu empfehlen. Somit kann man anstatt bei TV-Serien wie Heartland von einem Pferd zu träumen, schnell und kostengünstig ein Pferd reiten.
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